Einsatzübung: schwerer Verkehrsunfall
Die Unfallsituation wurde folgendermaßen dargestellt: Zwei PKW sind in einer Kurve frontal zusammengestoßen. Der eine PKW besetzt mit einer Person kam auf der Fahrbahn auf der Beifahrerseite zum liegen, der zweite PKW wurde in den Graben geschleudert und kam dort schwer beschädigt mit zwei Insassen zum liegen. Das dritte Fahrzeug ein Kleintransporter mit Anhänger, auf diesem ein Tank mit Gefahrgut, in diesem Fall 1000 Liter Benzin*, kam zwar noch rechtzeitig zum stehen, der auf dem Anhänger gelagerte Tank kam aufgrund des Bremsmanövers ins rutschen, durch den Aufprall auf der Bordwand schlug dieser dann leck und das Benzin floss auf die Straße und in den Graben, inmitten in die Unfallstelle hinein. *(statt des Benzins wurde Wasser verwendet). Der Fahrer dieses Fahrzeugs konnte sein Fahrzeug zwar körperlich unverletzt verlassen, erlitt aber einen Schock und setzte sich neben die Straße.
Als die ersten Rettungskräfte der Feuerwehren Schwarzach und Niederwinkling eintrafen, machten sich die Gruppenführer als erstes ein Überblick über die gesamte Situation und entschieden dann über die weitere Vorgehensweise. Dann wurden die Kameraden in die entsprechenden Aufgaben eingeteilt. Brandschutz, Auffangen und Verhinderung des weiteren Austreten des Gefahrguts, Verkehrsabsicherung und Personenbergung bzw. Betreuung.
Der dreifache Brandschutz wurde jeweils von den TLF´s der FF Schwarzach und Niederwinkling erstellt. (auf die Ausbringung eines Schaumteppichs wurde aus Umweltschutzgründen verzichtet) Das Auffangen und die Verhinderung des weitern Austretens des Gefahrguts wurde von der FF Schwarzach mit dem GWL mit Ölschadensausrüstung übernommen. Die Verkehrsabsicherung übernahmen die Feuerwehren Albertsried und Haid . Die Technische Rettung der eingeklemmten Personen wurden vom LF 10/6 der FF Schwarzach und dem HLF 20/16 der FF Niederwinkling übernommen. Hierbei wurden sie auch von den Kameraden aus Albertsried und Haid unterstützt. Zusammen mit dem inzwischen eingetroffenen Rettungsdienst mit Notarzt wurde dann die Rettung bzw. Betreuung der Verletzen abgespochen und die technische Rettung eingeleitet, wobei laufend die Absprache zwischen Feuerwehr, Notarzt bzw. Rettungsdienst stattfand.
Die geretteten Personen wurden wurden dann vom Personal des MHD und dem Notarzt Herrn Christian Thiel versorgt.
Mit einem gemütlichen Beisammensein fand dieser Abend einen gebührenden Abschluss.